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Mitversicherung von pflegenden Angehörigen


Der Gesetzgeber hat die Voraussetzungen geschaffen, pflegende Angehörige sozialversicherungsrechtlich abzusichern, damit pflegebedürftige Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können.

Es besteht daher die Möglichkeit, auch jene Angehörige mitzuversichern, die

  • einen Versicherten mit Anspruch auf Pflegegeld zumindest in Höhe der Stufe 3
  • unter erheblicher Beanspruchung ihrer Arbeitskraft (im Sinne zumindest der Hälfte der Vollarbeitszeit) in häuslicher Umgebung pflegen, und
  • keinen eigenen Anspruch auf Leistungen der Krankenversicherung haben.


Ein zeitweiliger stationärer Krankenhausaufenthalt oder eine Kurzzeitpflege im Heim (etwa im Falle eines Urlaubs der Pflegeperson) bleibt unberücksichtigt und führt nicht zum Anspruchsverlust.

Als Angehörige gelten:

  • EhegattInnen,
  • eingetragene PartnerInnen
  • LebensgefährtInnen,
  • Personen, die mit der/dem Pflegebedürftigen in gerader Linie (z. B. Eltern, Kinder) verwandt oder verschwägert sind oder
  • bis zum 4. Grad verwandt oder verschwägert sind (z. B. Cousine),
  • Wahl-, Stief- und Pflegekinder,
  • Wahl-, Stief- und Pflegeeltern.

Die Mitversicherung der "pflegenden Angehörigen" ist beitragsfrei.

Die neue gesetzliche Regelung sieht  in diesem Bereich außerdem  eine kostenlose Pensionsversicherung vor und trägt somit wesentlich zur finanziellen Entlastung von pflegenden Angehörigen bei.

Voraussetzungen und erforderliche Nachweise

  • Pflegegeldbezug der/des Versicherten zumindest in Höhe der Stufe 3
  • Pflege in häuslicher Umgebung durch eine Person aus dem Kreis folgender Angehöriger:
    • Ehegattin/Ehegatte, eingetragene(r) PartnerIn, LebensgefährtIn,
    • Personen, die mit der pflegebedürftigen Person in gerader Linie oder bis zum 4. Grad der Seitenlinie verwandt oder verschwägert sind;
    • Wahl-, Stief- und Pflegekinder;
    • Wahl-, Stief- und Pflegeeltern


Folgende Nachweise sind zusammen mit dem ausgefüllten Antragsformular einzureichen:

  • Nachweis der Pflegegeldstufe,
  • Nachweis über das Verwandtschafts- bzw. Verschwägerungsverhältnis (z.B. Urkunden)

Zuletzt aktualisiert am 07. April 2016