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Selbstbehalt, Höchstgrenzen

Welche Kosten sind bei der Anschaffung von Heilbehelfen und Hilfsmitteln von den Versicherten zu tragen?


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Selbstbehalt:

Grundsätzlich sind 10% der Anschaffungskosten, das sind derzeit mindestens EUR 32,40  vom Versicherten selbst zu bezahlen.
Dieser Selbstbehalt wird im Normalfall direkt beim Vertragspartner eingehoben.

Wird ein vertraglich zulässiges teureres Produkt gewünscht, werden die Kosten in der Höhe von 80% (abzüglich eines allfälligen Selbstbehaltes) des (durchschnittlichen) Vertragstarifes erstattet.

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Höchstgrenzen für Heilbehelfe und Hilfsmittel:

Durch die  in der Satzung der STGKK vorgesehenen Höchstbeträge liegt die maximale Kostenübernahme durch die Kasse bei Heilbehelfen derzeit bei EUR 486,00  und bei Hilfsmitteln bei EUR 729,00. Daher können für Versicherte unter Umständen  höhere Kosten entstehen, sofern die Gesamtkosten des benötigten Produktes über diesen Höchstbeträgen liegen.

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Tariflich nicht geregelte Produkte:

Sollten Sie ein tariflich nicht geregeltes Produkt beziehen,  werden 75% der Kosten übernommen, wobei ein allfälliger Selbstbehalt bzw. der satzungsmäßige Höchstbetrag auch in diesem Fall berücksichtigt wird. 

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Rehabilitationshilfsmittel:

Für Hilfsmittel, die im Rahmen der Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation gewährt werden, ist von den Versicherten keine Kostenbeteiligung zu tragen. Die Kosten dieser Behelfe werden – wenn sie medizinisch erforderlich sind – zur Gänze von der Kasse übernommen, sofern hierbei das Maß des Notwendigen nicht überschritten wird.
Ausnahme: Für paarweise abgegebene orthopädische Schuhe be-
trägt der Selbstkostenanteil € 72,67 für Erwachsene bzw. € 36,34 für
Kinder bis zum vollendeten 15. Lebensjahr. 

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Der Selbstbehalt entfällt:

  • für Versicherte und Angehörige, die das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben
  • für  Kinder auch nach dem  vollendeten 15.  Lebensjahr, wenn ein Anspruch auf erhöhte Familienbeihilfe besteht 
  • für Personen, die wegen sozialer Schutzbedürftigkeit von der Rezeptgebühr befreit sind (dies gilt nicht bei einer Befreiung von der Rezeptgebühr wegen Erreichens der Rezeptgebührenobergrenze!)

Zuletzt aktualisiert am 09. April 2015