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Spitalsaufenthalt


  Patient mit Ärztinnen im Spital / Foto: Shutterstock.com Wenn und solange es die Krankheit erfordert, werden die Kosten der allgemeinen Gebührenklasse eines öffentlichen Krankenhauses (z.B. Landeskrankenhaus) oder in einer anderen Vertragskrankenanstalt übernommen.

Mit den Beiträgen, welche die STGKK an den  Landesgesundheitsfonds leistet, sind alle medizinischen Leistungen der Krankenanstalt im stationären, tagesklinischen und ambulanten Bereich (wie Untersuchungen, Operationen, Medikamente etc.) abgegolten.

Jedoch sind folgende Selbstbehalte, welche keine Einnahmen für die Krankenkassen darstellen sondern an die jeweilige Krankenanstalt zu entrichten sind, vorgesehen:

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Kostenbeteiligung für Versicherte

Versicherte zahlen einen Kostenbeitrag für  Verpflegung - den sogenannten Verpflegskostenbeitrag - für maximal 28 Tage im Kalenderjahr an die jeweilige Krankenanstalt.
Der Verpflegskostenbeitrag ist je Bundesland unterschiedlich hoch, da dieser vom Rechtsträger der jeweiligen Krankenanstalt festgesetzt wird.

In steirischen Landeskrankenanstalten ist derzeit ein Verpflegskostenbeitrag in der Höhe von EUR 9,48 pro Pflegetag in der allgemeinen Gebührenklasse zu leisten (darin enthalten € 1,45 für den Stmk. Gesundheitsfonds und € 0,73 für den Patientenentschädigungsfonds).

Kein Verpflegskostenbeitrag an die Krankenanstalt ist zu bezahlen

  • bei bestehender  Befreiung  von der Rezeptgebühr wegen sozialer Schutzbedürftigkeit (dies gilt nicht bei einer Befreiung von der Rezeptgebühr wegen Erreichens der Rezeptgebührenobergrenze).
  • bei Aufenthalten zum Zweck der  Organspende
  • bei stationärer Aufnahme zur Entbindung
  • bei Anstaltspflege im Falle der Mutterschaft bzw. im Krankheitsfall im Zusammenhang mit der Mutterschaft 
  • bei anzeigepflichtigen Krankheiten

Zusätzliche Informationen erhalten Sie im jeweiligen Krankenhaus.

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Kostenbeteiligung für Angehörige

Für mitversicherte Angehörige muss der/die  Versicherte in landesgesundheitsfondsfinanzierten Krankenanstalten einen Kostenbeitrag in der Höhe von 10% der täglichen Pflegegebühren  für maximal 28 Tage im Kalenderjahr an das Krankenhaus entrichten.

Die Höhe der Kostenbeteiligung für mitversicherte Angehörige ist im Unterschied zum Verpflegskostenbeitrag im Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz geregelt. 

Die Höhe der Kostenbeteiligung beträgt derzeit:

  • z.B.  in Steiermärkischen Landeskrankenanstalten (mit Ausnahme der Abteilung für Psychiatrie am LKH Graz Süd-West)   - EUR 18,10 pro Aufenthaltstag
  • oder z.B. im LKH Graz Süd-West, Abteilungen für Psychiatrie  - EUR 12,80 pro Aufenthaltstag

Die genaue  Höhe des Kostenbeitrags gibt Ihnen die Patientenverrechnungsstelle des jeweiligen Krankenhauses bekannt“.

Die Kostenbeteiligung für Angehörige entfällt

  • bei stationärer Aufnahme zur Entbindung
  • bei Aufenthalten zum Zwecke der Organspende

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Sonderklasse

Aufgrund der Unterbringung  in der Sonderklasse entstehende Mehrkosten (z. B. für Arzthonorare, Untersuchungen, Unterbringung etc.) werden von der STGKK nicht übernommen.

Informieren Sie sich daher schon vor dem Spitalsaufenthalt, mit welchen Kosten Sie in der Sonderklasse rechnen müssen bzw. welche Leistungen durch eine allenfalls vorhandene private Zusatzversicherung gedeckt sind. 

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Private Krankenanstalten

Bitte kontaktieren Sie uns rechtzeitig, bevor Sie eine private Krankenanstalt in Anspruch nehmen wollen, die mit der STGKK keinen Vertrag hat.

Wir informieren Sie, unter welchen Voraussetzungen bzw. in welcher Höhe eine Kostenerstattung geleistet werden kann.

Zuletzt aktualisiert am 12. Januar 2016