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Entsendung ins Ausland


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Entsendung in EU-Mitgliedstaaten, EWR-Staaten und die Schweiz


EU-Mitgliedstaaten und EWR-Staaten:
BELGIEN, BULGARIEN, DÄNEMARK, DEUTSCHLAND, ESTLAND, FINNLAND, FRANKREICH, GRIECHENLAND, GROSSBRITANNIEN UND NORDIRLAND, IRLAND, ISLAND, ITALIEN, LETTLAND, LIECHTENSTEIN, LITAUEN, LUXEMBURG, MALTA, NIEDERLANDE, NORWEGEN, ÖSTERREICH, POLEN, PORTUGAL, RUMÄNIEN, SCHWEDEN, SLOWAKEI, SLOWENIEN, SPANIEN, TSCHECHIEN, UNGARN und ZYPERN (griechischer Teil).

Seit 1.6.2002 gelten u.a. die Entsendebestimmungen auch für die SCHWEIZ.

Eine Person, die im Gebiet eines EU-Mitgliedstaates, eines EWR–Staates oder der Schweiz von einem Unternehmen, dem sie gewöhnlich angehört abhängig beschäftigt wird und die von diesem Unternehmen zur Ausführung einer Arbeit für dessen Rechnung in das Gebiet eines anderen EU-Mitgliedstaates, eines EWR–Staates oder der Schweiz entsendet wird, unterliegt weiterhin den Rechtsvorschriften des Entsendestaates, sofern die voraussichtliche Dauer dieser Arbeit zwölf Monate nicht überschreitet und sie nicht eine andere Person ablöst, für welche die Entsendungszeit abgelaufen ist.

Formulare:
Bei einer Entsendung in einen EU-Mitgliedstaat, einen EWR-Staat bzw. in die Schweiz muss dem Dienstnehmer bzw. freien Dienstnehmer, dazu zählen auch die DienstnehmerInnen im internationalen Verkehrswesen, das Formular E 101 mitgegeben werden.

Ausnahme:
Bei einer Entsendung nach Dänemark oder in die Schweiz gelten die EU/EWR-Entsendebestimmungen nicht für Drittstaatsangehörige.
In diesen Fällen wird vom Krankenversicherungsträger das Formular A/CH 1 bzw. A/DK 1 ausgestellt. Die der versicherten Person bzw. ihren/seinen Angehörigen zustehenden Leistungen hat in diesen Fällen die Dienstgeberin/der Dienstgeber zu erbringen (§ 130 ASVG).

Verlängerung:
Geht eine solche Arbeit, deren Ausführung aus nicht vorhersehbaren Gründen die ursprünglich vorgesehene Dauer überschreitet, über zwölf Monate hinaus, so gelten die Rechtsvorschriften des Entsendestaates nur dann weiter, wenn die zuständige Behörde des EU-Mitgliedstaates, des EWR-Staates bzw. der Schweiz, in dessen Gebiet der Betreffende entsandt wurde, dazu ihre Genehmigung erteilt.

Vor Ablauf der ersten 12 Monate ist daher von der Dienstgeberin/vom Dienstgeber das Formular E 102 (Verlängerung der Entsendung) in 4-facher Ausfertigung an die zuständige Behörde oder die von der Behörde bezeichnete Stelle des Landes zu schicken, in das der Betreffende entsandt wurde. Diese Genehmigung darf nicht länger als für weitere zwölf Monate erteilt werden.

Ausnahmeregelungen (Artikel 17 VO 1408/71):
Auf Antrag können die zuständigen Behörden der EU–Mitgliedstaaten, der EWR–Staaten bzw. der Schweiz Ausnahmen von den genannten allgemeinen Grundsätzen vereinbaren, sodass die Dienstnehmerin/der Dienstnehmer weiterhin den österreichischen Rechtsvorschriften unterstellt bleibt. In Österreich ist dieser Antrag beim Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) einzubringen.

Leistungen:
Krankenbehandlungen auf Rechnung des zuständigen Krankenversicherungsträgers werden von den in Betracht kommenden Leistungserbringern des jeweiligen EU-Mitgliedstaates, EWR-Staates bzw. der Schweiz gegen Vorlage der Europäischen Krankenversicherungskarte (EKVK) oder der "Bescheinigung als provisorischer Ersatz für die EKVK" (PEB) aushilfsweise gewährt.

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Entsendung in einen Vertragsstaat (bilaterale Abkommen)


Vertragsstaaten:
BOSNIEN und HERZEGOWINA, CHILE, ISRAEL, KANADA (QUEBEC), KOREA, KROATIEN, MAZEDONIEN, MONTENEGRO, PHILIPPINEN, SERBIEN, TUNESIEN, TÜRKEI, USA.

Wird eine Dienstnehmerin/ein Dienstnehmer von einem Unternehmen mit Sitz im Gebiet eines der Vertragsstaaten in das Gebiet eines anderen Vertragsstaates entsendet, so sind bis zum Ende des 24. Kalendermonates nach dieser Entsendung die Rechtsvorschriften des Entsendestaates weiter anzuwenden, als wäre er noch in dessen Gebiet beschäftigt.

Ausnahmen
Australien
Entsendung nicht geregelt
Chile 60 Kalendermonate
Israel
60 Kalendermonate
Kanada
60 Kalendermonate
Korea 60 Kalendermonate
Philippinen
60 Kalendermonate
USA
fünf Jahre












Ausnahmevereinbarung:

Über die genannten Fristen hinaus können die Dienstnehmerin/der Dienstnehmer und ihre Dienstgeberin/sein Dienstgeber gemeinsam eine Ausnahme beim Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz beantragen.

Formulare:
Die "Bescheinigung über die anzuwendenden Rechtsvorschriften" stellt nur der zuständige Krankenversicherungsträger aus.
Bosnien und
Herzegovina
Formblatt
A/BIH 1
Montenegro Formblatt
A/MNE 1
Chile Formblatt
A/RCH 1
Philippinen Formblatt
A/PI 1
Israle Formblatt
A/IL 1
Schweiz Formblatt
A/CH 1
Kanada Formblatt
A/CDN 1
Serbien Formblatt
A/SRB 1
(Quebec) Formblatt
A/QUE 1
Türkei Formblatt
A/TR 1
Korea Formblatt
A/K 1
Tunesien Formblatt
A/TN 1
Kroatien Formblatt
A/HR 1
USA Formblatt
A/USA 1
Mazedonien Formblatt
A/MK 1

Leistungen:
Krankenbehandlung auf Rechnung des zuständigen Krankenversicherungsträgers ist in folgenden Ländern mit bilateralen Abkommen möglich: Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Türkei. Für die Inanspruchnahme benötigen die versicherten Personen und die sie begleitenden Angehörigen die nachstehenden Formulare „Bescheinigung über den Anspruch auf Sachleistungen bei vorübergehendem Aufenthalt in ...(Land), die auch der Dienstgeber ausstellen kann:

Bescheinigung über den Anspruch auf Sachleistungen bei vorübergehendem Aufenhalt in ... (Land)
Bosnien und Herzegovina A/BIH 3
Kroatien A/HR 3-B
Mazedonien A/MK 3
Montenegro A/MNE 3
Serbien A/SRB 3










Diese Formulare stehen auch unter dem Link "Formulardownload" in der rechten Navigationsleiste zur Verfügung.

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Entsendung in einen Nichtvertragsstaat

Dienstnehmer, die zur Dienstleistung ins Ausland entsendet werden, gelten als im Inland beschäftigt, sofern ihre Beschäftigung im Ausland die Dauer von fünf Jahren nicht übersteigt; das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) kann über Antrag, wenn die Art der Beschäftigung es begründet, diese Frist entsprechend verlängern (§ 3 Abs. 2 lit. d ASVG).

Leistungen:
Für die Dauer des Aufenthaltes in einem Nichtvertragsstaat erhalten die DienstnehmerInnen und ihre, sie begleitenden Angehörigen die ihnen zustehenden Leistungen der Krankenversicherung von der Dienstgeberin/vom Dienstgeber.

Der Dienstgeber ist aber verpflichtet, die Kasse vom Eintritt eines Versicherungsfalles (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit und Mutterschaft) binnen eines Monates zu verständigen. Nur in diesem Fall hat die Dienstgeberin/der Dienstgeber Anspruch auf Kostenersatz gegenüber der Kasse (§ 130 ASVG).

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015