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Neugründungs-Förderungsgesetz (NeuFög)


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Neugründungs-Förderungsgesetz (NeuFög)

Mit dem Neugründungs-Förderungsgesetz (NeuFöG) wird das Ziel verfolgt, die Neugründung von Betrieben durch die Befreiung von bestimmten Abgaben, Beiträgen und Gebühren zu erleichtern.

Neugründer müssen für die beschäftigten Personen keine Dienstgeberanteile zum Wohnbauförderungsbeitrag und keine Beiträge zur Unfallversicherung entrichten.

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Förderung der Neugründung

Neugründungen bis zum 31.12.2011

Die Begünstigung umfasst den Kalendermonat der Neugründung und die darauf folgenden elf Kalendermonate. Wenn die Aufnahme von Dienstnehmern erst zu einem späteren Zeitpunkt nach der Neugründung des Unternehmens erfolgt, so ist die Befreiung dennoch mit zwölf Monaten ab der Neugründung befristet.

Neugründungen nach dem 31.12.2011

  • Die Begünstigung kann im Kalendermonat der Neugründung sowie in den folgenden 35 Kalendermonaten für beschäftigte Dienstnehmer in Anspruch genommen werden.
  • Die Begünstigung besteht für den Kalendermonat, in dem erstmals ein Dienstnehmer beschäftigt wird und die folgenden elf Kalendermonate.
  • Ab dem zwölften Kalendermonat, der dem Kalendermonat der Neugründung folgt, ist die Begünstigung nur noch für die ersten drei beschäftigten Dienstnehmer anzuwenden.


Dies bedeutet, dass für die ersten drei Dienstnehmer eine Förderung im Ausmaß von maximal zwölf Monaten möglich ist (gemessen ab der Einstellung des ersten Dienstnehmers). Für alle weiteren Dienstnehmer ist die Begünstigung hingegen mit dem Ablauf von elf Kalendermonaten nach dem Monat der Neugründung beschränkt.

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Zeitpunkt der Neugründung

Als Zeitpunkt der Neugründung gilt jener Kalendermonat, in dem der Betriebsinhaber erstmals werbend nach außen in Erscheinung tritt (also die für das Unternehmen typischen Leistungen am freien Wirtschaftsmarkt anbietet).

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Bestätigung über die Neugründung

Für eine Befreiung ist es erforderlich, dass der Neugründer eine Beratung durch die jeweilige gesetzliche Interessensvertretung (Wirtschaftskammer, Landwirtschaftskammer etc.) in Anspruch nimmt.

Wenn der Betriebsinhaber keiner gesetzlichen Berufsvertretung zugeordnet werden kann, erfolgt das Beratungsgespräch durch die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft.

Im Rahmen dieses persönlichen Beratungsgespräches wird sodann eine Bestätigung ("Erklärung der Neugründung") ausgehändigt. Dieses Antragsformular (NeuFö1 bzw. NeuFö2) wird als Nachweis für die begünstigte Neugründung benötigt und kann über den Link in der rechten Navigationsleiste von der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) abgerufen werden. Dieses Formular ist der zuständigen Gebietskrankenkasse im Vorhinein (= bei der Erstanmeldung eines Dienstnehmers) vorzulegen.

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Anmeldung von Arbeitnehmern

Die Beitragsabrechnung im Falle einer Unternehmensneugründung ist ausschließlich nach dem Lohnsummenverfahren möglich. Bereits im Zuge der Anforderung einer Beitragskontonummer ist auf das Vorliegen einer Neugründung hinzuweisen. Das Formular NeuFö1 bzw. NeuFö2 ist spätestens bei der Erstanmeldung eines Arbeitnehmers vorzulegen.

Zuletzt aktualisiert am 10. März 2015