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Schlechtwetterentschädigungsbeitrag


Gilt für ein Beschäftigungsverhältnis das Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetz 1957 (BSchEG), fällt zur Finanzierung der Schlechtwetterentschädigung der Schlechtwetterentschädigungsbeitrag an.

Er beträgt 1,40 % der allgemeinen Beitragsgrundlage bis zur Höchstbeitragsgrundlage und ist auch von Sonderzahlungen zu entrichten.

Der Schlechtwetterentschädigungsbeitrag wird je zur Hälfte vom Dienstgeber und vom Dienstnehmer getragen.

Bei einem Urlaub ohne Entgeltzahlung ist der Schlechtwetterentschädigungsbeitrag allerdings zur Gänze vom Versicherten zu tragen.

Kein Schlechtwetterentschädigungsbeitrag ist 

  • für die Dauer einer Beschäftigung von Arbeitern auf Auslandsbaustellen,
  • für Lehrlinge in Angestelltenberufen,
  • für Angestellte und
  • für geringfügig Beschäftigte zu entrichten.


Arbeitskräfteüberlassungsbetriebe haben den Schlechtwetterentschädigungsbeitrag für die gemäß § 2 Abs. 1 lit. h Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz (BUAG) in den Sachbereich der Urlaubsregelung einbezogenen Dienstnehmer zu leisten.

Info

Seit 1.1.2017 sind gewerbliche Lehrlinge jener Betriebe, die in den Geltungsbereich des Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetzes 1957 (BSchEG) fallen, ebenfalls vom BSchEG erfasst. Dies gilt nicht nur für neu abgeschlossene Lehrverhältnisse, sondern auch für aufrechte Lehrverhältnisse, die vor dem 1.1.2017 begonnen haben. Lehrlinge in Angestelltenberufen bleiben vom BSchEG ausgenommen.

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015