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Polypharmazie


„Polypharmazie“ – Was ist das?

Die gleichzeitige Einnahme von mehr als 5 Medikamenten wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit dem Begriff Polypharmazie definiert.

Häufig sind es chronisch kranke oder ältere Menschen, die aufgrund unterschiedlicher Erkrankungen mehrere Medikamente gleichzeitig erhalten.  
Viele Tabletten auf Löffel/ Bildquelle: BilderBox.com Ihr Arzt oder Ihre Ärztin handelt dabei immer nach bestem Wissen und Gewissen und orientiert sich an den neuesten Therapieempfehlungen. Leider kommt es vor, dass Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente, die z.B. rezeptfrei in Apotheken bezogen werden oder aber auch Therapieempfehlungen von fachärztlichen Ordinationen nicht in Ihrem Therapieplan aufscheinen. Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin fehlen daher unter Umständen wichtige Informationen zu Ihrer aktuellen medikamentösen Therapie.

In seltenen Fällen kann die gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente problematisch werden und sogenannte Wechselwirkungen, das heißt – die Medikamente vertragen sich untereinander schlecht oder gar nicht – verursachen. Es kann vorkommen, dass bei langjährig laufenden Therapien übersehen wird, dass das betreffende Medikament aufgrund neuer Umstände (z.B. höheres Lebensalter, neue Begleiterkrankungen) vielleicht besser wieder abgesetzt werden sollte.

Um auf derartige Probleme aufmerksam zu machen und um unseren betroffenen Versicherten eine Unterstützung zur aktiven Einbindung in seine/ihre Therapie zu ermöglichen, beteiligte sich die Steiermärkische Gebietskrankenkasse an einer Sozialversicherungsträger übergreifenden Informationskampagne zum Thema „Polypharmazie“.



Tablettenspender und Tabeletten / Bilderquelle: BilderBox.com Auch Ihr Arzt/Ihre Ärztin war in die Kampagne eingebunden. Scheuen Sie also nicht davor zurück, aktiv nachzufragen und Informationen einzuholen bevor Sie Ihr neues Medikament erstmalig einnehmen.

Eine Aktualisierung Ihres Therapieplanes sollte bei Einnahme von mehreren Medikamenten regelmäßig in Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin erfolgen. Vielleicht ist ja einmal ein Medikament dazugekommen oder es ist vergessen worden, eines vom Therapieplan bzw. von der Medikamentenliste zu streichen.


Zuletzt aktualisiert am 23. September 2016