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Warum ist niere.schützen so wichtig?

niere.schützen zielt darauf ab, eine Verschlechterung der Nierenfunktion frühzeitig zu erkennen und die Entwicklung einer terminalen Niereninsuffizienz hinauszuzögern oder sogar zu verhindern. Unter einer Niereninsuffizienz versteht man, dass die Nieren ihre Funktion nicht mehr vollständig erfüllen können. Dieser Leistungsverlust vollzieht sich über mehrere Jahre und ohne Krankheitssymptome und bleibt daher für die Betroffenen oftmals unbemerkt. Wenn dann erste Krankheitszeichen auftreten, ist die Einschränkung der Nieren leider schon weit fortgeschritten.

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Wie kommt es zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion?

Eine chronische Nierenerkrankung kann viele verschiedene Ursachen haben. Neben einem hohen Blutdruck (Hypertonie) ist der häufigste Grund die Zuckerkrankheit (Diabetes). Die Niere hat die Funktion das Blut zu filtern, zu entgiften und ist auch für die Bildung von Harn verantwortlich. Durch den erhöhten Zucker und Bluthochdruck wird die Funktion der Niere aber gestört – die Nieren werden geschädigt, sodass sie ihre Aufgaben immer schlechter erfüllen können. Dies kann ein vollständiges Versagen der Nieren (terminale Niereninsuffizienz) zur Folge haben. 

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Wann ist eine Untersuchung auf eine Einschränkung der Nierenfunktion sinnvoll?

Bestimmte Personengruppen haben ein höheres Risiko an einer chronischen Nierenerkrankung zu leiden als andere. Dazu zählen Personen, die zwischen 40 und 65 Jahre alt sind und bereits an Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Bluthochdruck (Hypertonie) oder Übergewicht leiden oder einen Familienangehörigen haben, der unter Nierenversagen leidet bzw. gelitten hat. 

Diese Personengruppen sollten mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt sprechen, um eine mögliche Einschränkung der Nierenfunktion frühzeitig abzuklären!

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Wie kann eine Einschränkung der Nierenfunktion festgestellt werden?

Mit einem einfachen Blut- und Harntest lässt sich feststellen, ob die Nieren noch die volle Funktionstüchtigkeit besitzen. Eine Einschränkung der Nierenfunktion kann dazu führen, dass Sie häufiger unter Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems leiden als andere Personen. Bei rechtzeitiger Erkennung einer eingeschränkten Nierenfunktion kann das Fortschreiten der Erkrankung jedoch verhindert oder auch verzögert werden. Zudem können weitere Komplikationen des Kreislaufsystems, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, positiv beeinflusst werden.

Was kann man tun um der Erkrankung entgegenzuwirken?

Folgende Maßnahmen tragen dazu bei, um das Fortschreiten der Nierenfunktionseinschränkung aufzuhalten und die damit verbundenen Folgekrankheiten zu verringern:

  1. Sie sollten möglichst nicht rauchen.
  2. Essen Sie gesund und streben Sie Ihr Normalgewicht an.
  3. Messen Sie regelmäßig Ihren Blutdruck - er sollte unter 140/90 mmHg liegen.
  4. Lassen Sie regelmäßig Ihren Blutzucker kontrollieren.
  5. Bleiben Sie körperlich fit und aktiv - sofern es Ihre gesundheitliche
    Verfassung erlaubt.
  6. Trinken Sie ausreichend.
  7. Informieren Sie andere Ärztinnen und Ärzte und Mitarbeiterinnen und
    Mitarbeiter der Gesundheitsberufe darüber, dass Sie unter einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden (z.B. bei Spitalsaufenthalten/
    speziellen Untersuchungen etc.).
  8. Nehmen Sie Arzneimittel nur nach vorheriger Absprache mit Ihrer
    behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt ein: Viele frei
    verkäuflichen Arzneimittel, auch Schmerzmittel und pflanzliche Arzneimittel können schädlich für die Nieren sein.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt!


linkPatientenfolder niere.schützen (1.8 MB)

Zuletzt aktualisiert am 09. Februar 2017