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e-Medikation: Alle Medikamente auf einen Blick

Wer mehrere Medikamente gleichzeitig nehmen muss, kann schon mal den Überblick verlieren. Doch das kann mitunter gefährlich sein, denn: Manche Wirkstoffe stören einander gegenseitig in ihrer Wirkung - und das nicht nur bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln. Wechselwirkungen können auch bei rezeptfreien Medikamenten auftreten, und das viel öfter als man denkt.

E-Card mit Tabletten // Copyright: SVC

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Was ist e-Medikation?

e-Medikation ist eine Teilanwendung der ELGA. Von Ärzten verordnete und in der Apotheke abgegebene Medikamente werden als e-Medikationsliste für ein Jahr gespeichert. Sie können Ihre Liste jederzeit einsehen, wenn Sie über das ELGA-Portal auf www.gesundheit.gv.at einsteigen. Voraussetzung dafür ist eine Anmeldung mit Handysignatur oder Bürgerkarte.

In Ihrer e-Medikationsliste sehen Sie alle ärztlich verordneten Medikamente, auch wenn sie noch nicht in der Apotheke eingelöst wurden.  Die gleiche Information hat auch Ihr Arzt, eine Ambulanz oder ein Spital, wenn Sie dort in Behandlung sind. Die Behandlungseinrichtungen haben damit die Möglichkeit, vor der Verordnung eines Medikamentes zu prüfen, ob die Gefahr von Wechselwirkungen mit Ihrer bestehenden Medikation besteht oder ob Ihnen das Medikament bereits einmal verordnet wurde.

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Wie funktioniert e-Medikation bei Ärzten?

Niedergelassene Vertragsärzte sind zukünftig verpflichtet, verordnete Medikamente in e-Medikation zu speichern. Ihre behandelnden Ärzte können Ihre Medikationsliste einsehen und haben damit eine bessere Entscheidungsgrundlage für Diagnostik und Therapie.

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Wie funktioniert e-Medikation in der Apotheke?

Beim Ausdruck eines Rezepts wird künftig ein Code mit ausgedruckt. Durch Scannen des Codes auf Ihrem Rezept kann die Apotheke die Abgabe der verordneten Medikamente in e-Medikation auch ohne e-card speichern. Mit Ihrer e-card kann die Apotheke zusätzlich auch rezeptfreie Medikamente eintragen und Ihre gesamte e-Medikationsliste für eine Wechselwirkungsprüfung oder Beratung abrufen.

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Wer kann auf die e-Medikationsliste zugreifen?

Auf Ihre e-Medikationsliste dürfen nur Ärzte zugreifen, bei denen Sie aktuell in Behandlung sind. Apotheken, die nur Ihr Rezept einlesen, haben ausschließlich Zugriff auf die Arzneimittel, die auch am Rezept angeführt sind. Damit die Apotheke die gesamte e-Medikationsliste einsehen darf, ist das Stecken Ihrer e-card in der Apotheke nötig.

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Was bringt e-Medikation?

Mit der e-Medikationsliste haben Sie selbst und Ihre behandelnden Ärzte, eine Ambulanz oder ein Spital einen aktuellen Überblick über Ihre verordneten und in der Apotheke an Sie abgegebenen Medikamente. Ihre Ärzte kommen so rascher zu wichtigen medizinischen Informationen und können damit unerwünschte Wechselwirkungen sowie unnötige Doppelverschreibungen verhindern. Einträge in die e-Medikationsliste werden für ein Jahr gespeichert und danach gelöscht.

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Wann startet e-Medikation in der Steiermark?

Die Einführung der e-Medikation erfolgt schrittweise in allen steirischen Bezirken bei Apotheken und Kassenordinationen:

  • ab   8. März 2018: Bezirk Deutschlandsberg
  • ab 29. März 2018: Bezirke Hartberg-Fürstenfeld, Leibnitz, Südoststeiermark und Weiz
  • ab 19. April 2018: Bezirke Bruck-Mürzzuschlag, Leoben, Liezen, Murau, Murtal und Voitsberg
  • ab 10. Mai 2018: Bezirke Graz-Stadt und Graz-Umgebung
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Ist die Teilnahme an e-Medikation verpflichtend?

Grundsätzlich ist jeder krankenversicherte Bürger automatisch bei ELGA und somit auch bei e-Medikation. Sie können sich jedoch ganz oder teilweise - zum Beispiel für e-Medikation - von ELGA abmelden. Die Abmeldung ist über das ELGA-Portal oder schriftlich bei der ELGA-Widerspruchstelle möglich und kann jederzeit rückgängig gemacht werden.

Zuletzt aktualisiert am 18. April 2019