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Monatliche Beitragsgrundlagenmeldung (mBGM)


  News in Bleibuchstaben/Quelle: Bilderbox Im Rahmen der Einführung der mBGM entfallen mit Jahresbeginn 2019 zahlreiche (für Zeiträume bis 31.12.2018 weiterhin gültige) Meldungen und Abrechnungsunterlagen. Darüber hinaus beinhalten die ab diesem Zeitpunkt zu verwendenden neuen (Melde-)Satzarten (SART) nur noch jene Daten, die zum Zeitpunkt der Meldungserstattung tatsächlich benötigt werden.

 

Um einen geordneten Übergang zum neuen Melde- und Abrechnungssystem sicherzustellen, bedarf es entsprechender Übergangsbestimmungen. Dies insofern, da sich zu meldende sozialversicherungsrechtliche Sachverhalte einerseits auf Beitragsjahre bis 2018 und andererseits auf das Beitragsjahr 2019 erstrecken können.

 

Typische Beispiele sind die das Beitragsjahr überschreitende Verlängerung der Pflichtversicherung bei einem Anspruch auf eine Kündigungsentschädigung oder Urlaubsersatzleistung oder notwendig werdende rückwirkende Korrekturen von Sachverhalten bei nachträglichen Aufrollungen bzw. Richtigstellungen.

 

Die neuen Satzarten stehen ab dem 1.12.2018 zur Verfügung. Bis dahin können für zukünftige Zeiträume die bisherigen Meldungen verwendet werden. Somit können ins Jahr 2019 reichende Beendigungsansprüche – wie z. B. Urlaubsersatzleistungen und Kündigungsentschädigungen – problemlos gemeldet werden.

 

Die alten und neuen Satzarten existieren parallel. Sachverhalte, die das Beitragsjahr 2018 oder gar  frühere Jahre betreffen, sind ausnahmslos mit den bis 31.12.2018 gültigen Meldungen bekannt zu geben. Alle  neuen Satzarten sind ausschließlich für Angelegenheiten ab 1.1.2019 zu verwenden.

 

Die Abgrenzung orientiert sich an folgenden Grundsätzen:

 

  • Anmeldungen: Die Datumsprüfung ist anhand des Beginnes der Pflichtversicherung vorzunehmen (Datenfeld ADAT). Unterliegt eine Person bei grenzüberschreitenden Sachverhalten zwar nicht der österreichischen Sozialversicherung, aber dem österreichischen Arbeitsrecht und somit dem BMSVG, ist der Beginn der Betrieblichen Vorsorge relevant (Datenfeld BVAB).  

 

  • Abmeldungen: Hier wird sinngemäß auf das Ende des Entgeltanspruches abgestellt (Datenfeld ADAT) bzw. in Ermangelung dessen auf das Ende der Betrieblichen Vorsorge (Datenfeld BVEN). 

 

  • Richtigstellungen/Stornomeldungen: Für diese Meldungen ist der zu korrigierende bzw. stornierende seinerzeitige Beginn bzw. das ursprüngliche Ende der Pflichtversicherung (Datenfeld ADAT) ausschlaggebend. Liegen diese Daten nicht vor, ist auf den Beginn bzw. das Ende der Betrieblichen Vorsorge abzustellen (Datenfelder BVAB bzw. BVEN).

 

  • Beitragsnachweisung, Lohnzettel SV: Bei der Abrechnung für Beitragszeiträume bis 31.12.2018 sind ausschließlich die bis 31.12.2018 gültigen Meldungen zulässig. Dies gilt auch für Richtigstellungen und Stornomeldungen.

 

  • mBGM: Die mBGM ist nur für Beitragszeiträume ab 1.1.2019 zu verwenden.

 

  • Meldezeitpunkt: Der Zeitpunkt der Meldungserstattung spielt für die Beurteilung, welche Satzarten zu verwenden sind, keine Rolle.


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Zuletzt aktualisiert am 18. Januar 2019