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Weltnichtrauchertag 2019: Ex-Raucher sind Botschafter für Rauchstopp


Im Rahmen der Aktion „Rauchen passt nicht mehr zu mir“ von VIVID – Fachstelle für Suchtprävention erzählten 291 Ex-Raucher, warum sie aufgehört haben. Die Motive reichen vom Wunsch, dass die Zigarette nicht das eigene Leben bestimmt bis zum Wunsch, ein gutes Vorbild für sein Kind zu sein. Anlässlich des Weltnichtrauchertags regen echte Ex-Raucher mit ihren echten Rauchstopp-Motiven auf Plakaten in der gesamten Steiermark zum Rauchstopp an.


„Ich hab mir meine Bronchitis schön geredet“, erzählt Markus K. aus Kalsdorf seinen Grund, warum er mit dem Rauchen aufgehört hat. Nach der Erkenntnis, dass der morgendliche Husten auf das Rauchen zurückzuführen ist, hörte er vor vier Jahren auf. Für Edith E. aus Gleisdorf war der unangenehme Geruch ausschlaggebend, und Daniela P. aus Graz hörte auf, weil sie sich schämte, eine rauchende Mama zu sein.

In der Steiermark rauchen 25,4 Prozent der Bevölkerung. Rauchen ist damit nach wie vor ein großes gesundheitspolitisches Problem und verursacht zahlreiche vermeidbare Erkrankungen“, erklärt Gesundheitslandesrat Christopher Drexler. „Ich werde daher nicht müde, weitere Maßnahmen im Bereich der Tabakprävention zu fordern, wie etwa das Rauchverbot in der Gastronomie. Aber mit 27,3 Prozent der Bevölkerung gibt es auch viele Ex-Rauchende. VIVID hat sie als Botschafter des Nichtrauchens ins Zentrum gerückt. Wir hoffen, dass viele ihren Beispielen folgen.“
GKK-Generaldirektorin Andrea Hirschenberger, Gesundheitslandesrat Christopher Drexler und VIVID-Geschäftsführerin Claudia Kahr mit zwei stolzen Ex-Rauchern // Copyright: steiermark.at/Streibl GKK-Generaldirektorin Andrea Hirschenberger, Gesundheitslandesrat Christopher Drexler und VIVID-Geschäftsführerin Claudia Kahr mit zwei stolzen Ex-Rauchern. Copyright: steiermark.at/Streibl

Die Aktion „Rauchen passt nicht mehr zu mir“ rief Anfang des Jahres dazu auf, dass Ex-Rauchende ihre Aufhör-Geschichten erzählen. Im Mittelpunkt stand das Warum, nicht das Wie. In einem unerwartet großen Echo erreichten VIVID 291 Aufhör-Geschichten. Der Großteil kam aus der Steiermark, aber auch aus ganz Österreich schrieben Ex-Rauchende.
Die Rauchstopp-Erinnerungen zeigen eine große Bandbreite: Ein Mann erinnerte sich an seinen Rauchstopp vor 56 Jahren, ein anderer ans Aufhören vor einem Monat. Durchschnittlich haben es die Ex-Rauchenden beim zweiten Versuch geschafft, rauchfrei zu bleiben.

Alle haben einen guten Grund, warum sie aufgehört haben

Es zeigte sich, dass jeder seinen ganz persönlichen Anlass hatte, mit dem Rauchen aufzuhören, erklärt Claudia Kahr, Geschäftsführerin von VIVID – Fachstelle für Suchtprävention: „Wirklich erstaunt hat uns, wie genau sich die Menschen noch daran erinnern. Viele wissen den genauen Tag der letzten Zigarette und können detaillierte Situationen beschreiben, die zum Aufhören führten.“
So unterschiedlich die individuellen Anlässe, so ähnlich sind einander die guten Gründe fürs Aufhören. Die Aktion bestätigt damit Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung von VIVID aus dem Jahr 2017, die fünf wichtigsten Rauchstopp-Motive ergab: Gesundheit, Geld, Geruch, Vorbildwirkung und den Wunsch, nicht mehr abhängig zu sein.


Plakate: Ex-Rauchende als Botschafter
Die Ex-Rauchenden von „Rauchen passt nicht mehr zu mir“ können Vorbild für andere sein. Dazu wurden elf Plakate mit elf echten Ex-Rauchenden erstellt, die nun auf steirischen Bahnhöfen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und auf Videowalls präsentiert werden. "Mit unserer Aktion wollen wir Menschen motivieren und sie mobilisieren, es auch mit dem Aufhören zu versuchen“ so Kahr. „Die Erfahrung anderer Menschen kann positiver Anreiz für Rauchende sein, den letzten Schritt zum Rauchstopp zu setzen.“

Dazu stehen in der Steiermark zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung: Die STGKK bietet die Kurse „Rauchfrei in 6 Wochen an“, und das Rauchfrei Telefon hilft wochentags von 10 bis 18 Uhr beim Rauchstopp.

STGKK hat mehr als 9.000 Menschen in die Rauchfreiheit begleitet
Wer aufhören will, muss es nicht allein schaffen“, bestärkt STGKK-Generaldirektorin Andrea Hirschenberger alle, die den gravierendsten gesundheitlichen Risikofaktor aus ihrem Leben verbannen wollen. „Das Entwöhnungsangebot ,Rauchfrei in 6 Wochen‘ wurde zu einer echten Erfolgsmarke, zwei Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind nach dem Kurs tatsächlich rauchfrei – ein auch im internationalen Vergleich hervorragender Wert. Kein anderes Bundesland bietet ein derart engmaschiges Entwöhnungsangebot für alle Versicherten an, die Steiermark gilt als Vorbild für ganz Österreich“, verweist Hirschenberger auf 1.600 Kurse, die bereits von mehr als 9.000 Personen besucht wurden.

Infotag im Fachärztezentrum
Weltnichtrauchertag 2019 in der GKK: Infos zu den Entwöhn-Angeboten // Copyright: STGKK-Wrann Weltnichtrauchertag 2019 in der GKK: Infos zu den Entwöhn-Angeboten. Copyright: STGKK-Wrann
Was entsteht beim Verbrennen einer Zigarette? // Copyright: STGKK-Wrann  

Zuletzt aktualisiert am 07. Juni 2019