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Steirischer Kassenobmann Josef Harb: Rauchverbot in Gastronomie rasch und lückenlos umsetzen


Erfreut über den Kurswechsel der ÖVP in Sachen Rauchverbot zeigt sich STGKK-Obmann Josef Harb: „Als größter Krankenversicherungsträger der Steiermark begrüßen wir alle Maßnahmen, die den Tabakkonsum einschränken.“ Harb betont, dass ihm vor allem eine rasche und lückenlose Umsetzung wichtig ist. „Es darf keine Zwischenlösungen und Begehrlichkeiten mehr geben. Nur komplett rauchfreie Lokale bieten tatsächlich einen umfassenden Nichtraucherschutz.“

 

Harb verweist auf die von der STGKK in Auftrag gegebene und vom Sachverständigen für Innenraumanalytik, Peter Tappler, durchgeführte Feinstaubstudie in Graz aus dem Herbst vergangenen Jahres. In 21 von 26 untersuchten Lokalen mit Raucher- und angrenzendem Nichtraucherbereich wurden stark erhöhte Werte von gesundheitsgefährdendem Feinststaub im Nichtraucherbereich gemessen. Durchschnittlich waren die Werte im Nichtraucherbereich fünfmal so hoch wie auf einer stark befahrenen Straße. Der häufigste Grund dafür waren offene, undichte oder gar nicht vorhandene Türen zwischen Raucher- und Nichtraucherbereich. 

 

„Die Ergebnisse waren erschreckend. Dabei haben wir im Herbst noch bei fast sommerlichen Temperaturen gemessen, als viele Leute im Gastgarten gesessen sind. Kaum auszudenken, wie die Situation erst im Spätherbst und Winter gewesen ist“, warnt Harb im Hinblick auf die Gäste und das Personal in derartigen Betrieben. „Setzen wir den längst notwendigen Schritt, um den europaweit letzten Platz im Nichtraucherschutz endlich abzugeben. Die Zeit dafür ist überreif!“

Zuletzt aktualisiert am 07. Juni 2019