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Rehabilitationsgeld

           

Frau mit Gips / Foto: Bilderbox.com

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Rehabilitationsgeld ab 1.1.2014

Durch das Sozialrechts-Änderungsgesetz 2012 (SRÄG 2012; BGBl I 2013/3) wird von der Kasse das Rehabilitationsgeld jenen Personen gewährt,

  • für die von der Pensionsversicherung vorübergehend eine Invalidität bzw. Berufsunfähigkeit für mindestens 6 Monate mit Bescheid festgestellt wurde,
  • eine berufliche Rehabilitation nicht zumutbar und zweckmäßig ist und
  • die am 1.1.2014 das 50. Lebensjahr (Stichtag ist 1.1.1964) noch nicht vollendet hatten

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Höhe und Dauer des Rehabilitationsgeldes

Das Rehabilitationsgeld gebührt grundsätzlich

  • in der Höhe des Krankengeldes und
  • ab dem 43. Tag im Ausmaß des erhöhten Krankengeldes
  • mindestens jedoch in der Höhe des Ausgleichszulagenrichtsatzes für Alleinstehende, wenn der Wohnsitz der Anspruchsberechtigten im Inland liegt (das sind für 2018 täglich EUR 30,31).

Das Rehabilitationsgeld gebührt für die Dauer der vorübergehenden Invalidität bzw. Berufsunfähigkeit.


linkHöhe des Krankengeldes

Info

Achtung:

Es gibt eine Übergangsregelung für jene Personen, deren befristete Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspension bis längstens 31.12.2015 zuerkannt wurde und die unmittelbar im Anschluss daran Anspruch auf Rehabilitationsgeld haben:

für diese Personen wird die zuletzt bezogene Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension inklusive Kinderzuschüsse und einer allfälligen Ausgleichszulage für die Berechnung herangezogen.


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Lohnsteuer bei Rehabilitationsgeld

Das Rehabilitationsgeld ist nach den Bestimmungen des Einkommensteuergesetzes bis zu einer täglichen Höhe von  EUR 30,00 lohnsteuerfrei.
Gebührt ein höheres Rehabilitationsgeld, so ist für jenen Betrag, der EUR 30,00 täglich überschreitet, eine Lohnsteuer in der Höhe von 25,0 Prozent zu leisten.


Ein Berechnungsbeispiel:
Ihr tägliches Rehabilitationsgeld beträgt EUR 45,00.
Davon sind EUR 30,00 lohnsteuerfrei.
Vom Restbetrag (also EUR 15,00) sind 25% an Lohnsteuer - also EUR 3,75 - einzubehalten und an die zuständigen Finanzämter abzuführen.


Info

Bitte beachten Sie:


Wenn Sie im Kalenderjahr mehr als ein lohnsteuerpflichtiges Einkommen haben, - z. B. Lohn durch die Dienstgeberin/den Dienstgeber und Rehabilitationsgeld - werden Sie vom Finanzamt aufgefordert, eine ArbeitnehmerInnenveranlagung einzureichen.

Da das Rehabilitationsgeld pauschal mit 25,0 Prozent versteuert wird,  kann es beim „Steuerausgleich“ zu Lohnsteuernachzahlungen kommen.


linkHöhe des Krankengeldes

linkBundesministerium für Finanzen- Informationen zur Arbeitnehmerveranlagung

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Zusammentreffen mit Krankengeld

Besteht ein Anspruch auf Rehabilitationsgeld während grundsätzlich auch ein Krankengeldanspruch bestehen würde, ruht das Krankengeld zur Gänze.

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Zusammentreffen mit Erwerbseinkommen

Wird während des Rehabilitationsgeldbezuges zusätzlich eine Erwerbstätigkeit mit einem monatlichen Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze von EUR 438,05 ausgeübt, gebührt ein Teil-Rehabilitationsgeld.

Zuletzt aktualisiert am 30. Juli 2018