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Josef Harb neuer Obmann der STGKK


Ing. Josef Harb, Betriebsratsvorsitzender bei Siemens Mobility in Graz, ist vom Vorstand der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse einstimmig zum neuen Obmann des größten steirischen Sozialversicherungsträgers gewählt worden. Der 54-jährige Judendorfer vertritt damit die Interessen von mehr als 960.000 Menschen.

1868 gilt als Geburtsjahr der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse – für Josef Harb, den neu gewählten Obmann der STGKK, nicht nur ein rundes Jubiläum, sondern Verpflichtung: „Seit 150 Jahren können sich die Menschen in der Steiermark auf die soziale Krankenversicherung verlassen – und das muss auch so bleiben. Heute vertrauen mehr als 960.000 Steirerinnen und Steirer auf bestmögliche medizinische Betreuung. Ganz wichtig ist mir der weitere Ausbau unserer Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote. Als Obmann der STGKK werde ich alles daran setzen, dass aus unseren Kundinnen und Kunden so spät wie möglich Patientinnen und Patienten werden.“ 

Obmann Josef Harb mit Generaldirektorin Andrea Hirschenberger sowie seinen beiden Stellvertretern Vinzenz Harrer (ganz rechts) und Andreas Martiner (ganz links) // Copyright: STGKK-Wrann Obmann Josef Harb mit Generaldirektorin Andrea Hirschenberger sowie seinen beiden Stellvertretern Vinzenz Harrer (ganz rechts) und Andreas Martiner (ganz links). Copyright: STGKK-Wrann


Harb, SPÖ-Gemeinderat in Gratwein-Straßengel und als Gewerkschafter im Regionalvorstand der GPA-djp tätig, folgt Verena Nussbaum nach, die ihre Funktion nach dem Wechsel in den Nationalrat zurückgelegt hat. Er spricht sich ganz klar für eine eigenständig verwaltete steirische Gebietskrankenkasse aus: „Wir arbeiten enorm effizient, das beweist unser niedriger Verwaltungsaufwand, der seit Jahren permanent unter zwei Prozent liegt.  Private Versicherungen müssen 30 bis 40 Prozent in die Verwaltung stecken. Aber es geht nicht nur um eine effiziente Arbeitsweise. Es muss uns klar sein, dass die bestmögliche Versorgungsqualität nur dann gewährleistet werden kann, wenn wir regional verankert sind und auf Augenhöhe mit unseren Partnern zusammenarbeiten. Um eine bestens auf regionale Bedürfnisse abgestimmte Gesundheitsversorgung aufrechterhalten zu können,  braucht es Entscheidungs- und Handlungskompetenz vor Ort.“

Der 54-Jährige weiß genau um die Herausforderungen, die seine neue Funktion mit sich bringt. „Vor meiner Zeit als Betriebsrat war ich im Management tätig und kenne beide Seiten sehr genau. Es wird daher eine faire Partnerschaft und ein konstruktives Miteinander mit unseren Partnern im Gesundheitswesen geben müssen, damit wir die kommenden Aufgaben gut bewältigen können.“ Steigende Lebenserwartung, ein immer höherer Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung und ein kontinuierlicher Anstieg chronischer Krankheiten – diese Entwicklungen machen eine laufende Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen notwendig. 

Gesundheitsversorgung der Zukunft 
Für Harb ist der Weg klar: „Mehr Investitionen in Gesundheitsförderung und Prävention, Ausbau und Stärkung der Primärversorgung für eine bessere Steuerung der Patientenströme und eine integrierte Versorgung, um die derzeit oft fragmentierten Behandlungen der vielen unterschiedlichen Akteure ganzheitlich und patientenorientiert zu gestalten – eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung braucht ständige Weiterentwicklung und starke Player für die Umsetzung. Wesentlich dafür sind gute Koordination, Kooperation und Kommunikation.“

Rauchfreie Gastronomie rettet Leben!
Entsetzt zeigt sich Harb über das Kippen der bereits beschlossenen rauchfreien Gastronomie durch die neue Regierung: „Von einer rauchfreien Gastronomie profitieren alle – Gäste, Angestellte und Wirte. Die Rücknahme dieses gesundheitspolitischen Meilensteins ist ein Wahnsinn.“ Das geplante Volksbegehren wird er jedenfalls voll und ganz unterstützen. 


Privat liebt es der Vater zweier Töchter sportlich – sei es mit dem Mountainbike, auf dem Tennisplatz oder beim Wandern mit der Familie. „Auch handwerklich bin ich als gelernter Schlosser, der erst nach abgeschlossener Lehre die HTL absolviert hat, nicht ganz unbegabt. Zwei linke Hände hab‘ ich jedenfalls nicht …“, schmunzelt der neue STGKK-Obmann.


Zuletzt aktualisiert am 26. Februar 2018