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Gemeinsame Strategie, regionale Umsetzung: STGKK setzt auf Erfolgsmodell Betriebliche Gesundheitsförderung


Gemeinsame Strategien entwickeln, um sie so effizient wie möglich im jeweiligen Bundesland umzusetzen – die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) stimmt ihr Betreuungsangebot punktgenau auf die regionalen Bedürfnisse ihrer Partnerunternehmen ab. Die STGKK fungiert seit Jahren als steirische Drehscheibe.

Seit Jahren arbeiten die Sozialversicherungsträger und die Sozialpartner – Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, ÖGB, Industriellenvereinigung – erfolgreich an gemeinsamen Konzepten und Projekten für die Betriebliche Gesundheitsförderung. Ziel: BGF-Maßnahmen sollen in ganz Österreich nach qualitätsgesicherten Standards durchgeführt werden, um den größtmöglichen Nutzen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch für die Betriebe zu erzielen. 

Die Bedeutung der BGF liegt auf der Hand: Im Erwerbsleben stehende Menschen verbringen nicht selten mehr Zeit am Arbeitsplatz als mit ihren Familien. Die Schaffung eines motivierenden Arbeitsumfeldes ohne schädliche Einflüsse ist für die Gesundheit daher von besonderer Bedeutung. Nur logisch, dass der Ausbau der Gesundheitsförderung in allen Gesundheitskonzepten für die Zukunft – übrigens auch im Regierungsprogramm – eine Schlüsselrolle einnimmt. 

An der kontinuierlichen Weiterentwicklung von gut umsetzbaren Konzepten arbeitet seit langem das „Netzwerk BGF“. Christina Finding, BGF-Expertin der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse, zum Abschluss des kürzlich in Graz abgehaltenen Netzwerktreffens: „Unsere Serviceangebote müssen maßgeschneidert mit der betrieblichen Praxis übereinstimmen. Die besten Konzepte nützen nichts, wenn sie nicht ins jeweilige Unternehmen passen.“

Das BGF-Team der STGKK mit Obmann Josef Harb // Copyright: STGKK_Wrann  Das BGF-Team der STGKK mit Obmann Josef Harb. Copyright: STGKK/Wrann


Für STGKK-Obmann Josef Harb nimmt die BGF eine Schlüsselrolle im Präventionsangebot ein: „Wir sehen hier ein Musterbeispiel gelungener Kassenvernetzung, wie sie in der aktuellen politischen Diskussion immer wieder gefordert wird. Alle Träger erarbeiten im Schulterschluss Konzepte, um BGF in Österreich noch stärker als gemeinsame Marke mit transparenten Qualitätsstandards zu etablieren. Es wäre extrem kurzsichtig und kontraproduktiv, diese unverzichtbare regionale Komponente durch Kassenzusammenlegungen zu eliminieren. BGF funktioniert dann am besten, wenn alle Räder ineinander greifen und die persönliche Betreuung vor Ort gewährleistet ist. Diese Strukturen, die seit vielen Jahren gewachsen sind, dürfen nicht mutwillig zerstört werden – schließlich hat ein Großkonzern in der Obersteiermark andere Bedürfnisse wie ein Sägewerk im Bregenzer Wald oder ein Gewerbebetrieb in der Wiener Innenstadt.“

Obmann Josef Harb mit BGF-Experten aus ganz Österreich beim Netzwerktreffen in  der STGKK in Graz // Copyright: STGKK_Wrann  Obmann Josef Harb mit BGF-Experten aus ganz Österreich beim Netzwerktreffen in  der STGKK in Graz. Copyright: STGKK/Wrann


Betriebliche Gesundheitsförderung gehört zu den wichtigsten Aktivitäten, um das Entstehen von Krankheiten am Arbeitsplatz zu verhindern. Gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden seltener krank, sind motivierter und erbringen bessere Leistungen. Gut und nachhaltig umgesetzte BGF-Programme machen sich nachweislich bezahlt: Jeder investierte Euro fließt mindestens dreifach als Gewinn in die Firmenkasse zurück.

Die Steiermärkische Gebietskrankenkasse engagiert sich seit 13 Jahren in der BGF.Bislang haben fast 85.000 Beschäftigte in 250 steirischen Partnerbetrieben von regionalmaßgeschneiderten Gesundheitsförderungsmaßnahmen profitiert.


Zuletzt aktualisiert am 18. April 2018