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„Kleine Zeitung“-Umfrage: 84 Prozent gegen Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger


Ein mehr als deutliches Ergebnis brachte eine Online-Umfrage der „Kleinen Zeitung“: Auf die Frage „Sollen die Sozialversicherungsträger zusammengelegt werden?“ antworteten 84 Prozent der Leserinnen und Leser mit „Nein, keineswegs. Das würde den Versicherten und den Mitarbeitern große Nachteile bringen.“ Lediglich 15 Prozent votierten mit „Ja, unbedingt, das System kostet derzeit zu viel.“ Ein Prozent äußerte keine Präferenz.


Josef Harb, Obmann der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse, wertet dieses Ergebnis als „klares Bekenntnis jener Menschen, die ansonsten in der öffentlichen Diskussion kaum gehört werden.“ Er wolle Zeitungs-Umfragen zwar nicht überbewerten, die Tendenz der schweigenden Mehrheit sei aber sehr wohl abzulesen.


Harb: „Während die Regierung ganz bewusst Lügen und Halbwahrheiten verbreitet, die von vielen Medien völlig unreflektiert weitertransportiert werden, bleiben die sachlichen Argumente auf der Strecke. Eine Neiddebatte vom Zaun zu brechen und eine ganze Berufsgruppe völlig grundlos als Privilegienritter zu denunzieren, ist unfair und hochgradig verantwortungslos. In der STGKK, die sich regional bestens verankert um die Belange von 970.000 Menschen kümmert, sind ganz normale ASVG-Versicherte beschäftigt – darunter medizinisches Personal, Arbeiter mit relativ geringen Bezügen und Lehrlinge. Die ständig zitierten Dienstpensionen wurden 1996 abgeschafft. Unsere Firmenautos liegen mit 29 Cent pro Kilometer weit unter dem amtlichen Kilometergeld von 42 Cent. Und die angeblichen Funktionärsbonzen arbeiten größtenteils ehrenamtlich. Der Gesamtaufwand für alle Funktionäre – meine beiden Stellvertreter und mich eingeschlossen – beläuft sich auf rund 153.500 Euro im Jahr. Dafür haften wir persönlich für die korrekte Verwendung der Versichertenbeiträge.“

Zuletzt aktualisiert am 30. April 2018